Moringa, der „tropische Wunderbaum“, ist eine der nährstoffreichsten Pflanzenarten der Welt

Moringa: Der tropische Wunderbaum

Der Moringa-Baum, auch als „Baum des Lebens“ bekannt, steht im Ruf, eine Wunderpflanze zu sein – und dies zu Recht, denn Moringa ist nach heutigen Erkenntnissen das gesündeste Gewächs auf Erden. Der Nährstoffgehalt ist so hoch, dass drei bis vier Bäume den Jahresbedarf einer vierköpfigen Familie decken können. Nur Honig und Kokosraspeln bieten einen vergleichbaren Reichtum an Vitalstoffen. Darüber hinaus heilt Moringa eine Vielzahl von Krankheiten und kann sogar verunreinigtes Wasser geniessbar machen.

Anbau und Verbreitungsgebiete

Moringa wächst in beinahe allen tropischen und subtropischen Erdregionen. Ursprünglich stammt das Gewächs aus Indien, wo es noch heute am Fusse des Himalaya gedeiht. Die Moringa-Pflanze liebt sandige und trockene Lehmböden, hat sich im Laufe der Jahrhunderte aber an zahlreiche unterschiedliche Umgebungen angepasst, sodass es inzwischen 13 Moringa-Arten gibt. Die bei Weitem Bekannteste ist Moringa oleifera.

In den Tropen wächst Moringa rund 30 cm im Monat, bei idealen klimatischen Bedingungen können es sogar bis zu 5 Meter pro Jahr sein. Damit ist Moringa eine der am schnellsten wachsenden Pflanzenarten überhaupt. Die Speicherwurzeln ragen vertikal in den Boden hinein und können auch in sehr trockenen Gebieten überleben. Das Niederschlagsminimum liegt bei etwa 5 Zentimetern pro Jahr. Ein Hektar Moringa liefert im Laufe eines Jahres bis zu 700 Tonnen Biomasse.

Für den biologischen Anbau von hochwertigem Moringa hat sich das Klima entlang des Nils als optimal erwiesen. Hier findet man eine einzigartige Kombination aus mineralstoffreichen Böden und trockenem Klima vor, welches das Wachstum der Moringa-Pflanze begünstigt. Die starke Sonneneinstrahlung sorgt für eine hohe Konzentration an Vitaminen und anderen Vitalstoffen in den Moringablättern.

Inhaltsstoffe

Moringa wird vielfach als „Vitaminbombe“ bezeichnet. Tatsächlich enthält die Pflanze, bei der vom Stamm bis zur Blüte alle Teile essbar sind, enorme Mengen an Vitamin A, Vitamin B 12, Vitamin C und Vitamin E. Ausserdem enthält Moringa Kalzium, das an Protein gebunden ist und daher effektiv vor Osteoporose schützt. Ein weiterer Bestandteil ist Eiweiss, aus dem 45 Prozent des Blattpulvers bestehen. Das Eiweiss liegt in Form von langkettigen Aminosäuren (sogenannten Polypeptiden) vor, die vom Körper besser verarbeitet werden können als tierische Eiweisse. In Moringa sind alle acht essenziellen Aminosäuren vorhanden, was im Pflanzenreich eine absolute Seltenheit ist.

Des Weiteren ist Moringa mit 700 mg pro 100 g das chlorophyllreichste Gewächs der Welt. In der Pflanze finden sich 26 antientzündlich wirkende Substanzen, 46 Antioxidanzien sowie grosse Mengen an Polyphenolen. Hierbei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Ferner enthält Moringa 15-mal so viel Kalium wie Bananen, 25-mal so viel Eisen wie Spinat und viermal so viel Folsäure wie Rinderleber. Vor dem Hintergrund, dass in den Industriestaaten rund zwei Drittel der Erwachsenen unter Folsäuremangel und über 60 Prozent der Frauen unter Eisenmangel leiden, ist dies eine Information, die aufhorchen lässt. Insgesamt sind in Moringa rund 90 verschiedene Nährstoffe zu finden.

Gesundheitsfördernde Wirkung

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Moringa-Pflanze kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schon in alten Überlieferungen wird davon gesprochen, dass mit der Pflanze mehr als 300 verschiedene Krankheiten behandelt werden können, die mit oxidativem Stress, Stoffwechselstörungen, Infektionen, Wunden oder Schmerzen zusammenhängen.

Aus einer langen Anwendungstradition in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde sowie in der Volksmedizin liegen zahlreiche Hinweise vor, die auf eine hohe Wirksamkeit der Moringa-Pflanze schliessen lassen. Zu den behandelbaren Krankheiten gehören unter anderem:

  • Beri Beri-Krankheit
  • Blutarmut durch Eisenmangel
  • Bluthochdruck
  • Diabetes Typ II
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Hypercholesterinämie
  • Nährstoffmangel
  • Skorbut
  • Unterernährung

 

Moringa wirkt nachweislich schmerzlindernd und besitzt antientzündliche Eigenschaften. In einigen Ländern wird die Pflanze daher zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Moringa stärkt das Immunsystem, schützt die menschlichen Organe und Systeme (Herz und Kreislauf, Nerven, Gehirn, Niere, Leber) und beschleunigt die Blutgerinnung bei antibiotischer Nebenwirkung. Denkbar ist ausserdem eine Anwendung im Bereich der Arteriosklerosevorbeugung.

Moringa-Produkte in Wildwuchsqualität werden immer öfter zur Entschlackung und zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Die Bitterstoffe regen die Verdauung an und optimieren somit die Fettverbrennung und den Stoffwechsel. Der Appetit wird durch die Einnahme von Moringa-Kapseln gezügelt, und das Sättigungsgefühl stellt sich früher ein.

Schliesslich findet Moringa auch im kosmetischen Bereich Verwendung. Das enthaltene Zeatin fängt freie Radikale ein, hemmt den Abbau von Chlorophyll und besitzt Eigenschaften, die Frauen dabei helfen, ihren Hormonhaushalt auszubalancieren. In Moringa ist etwa 1000-mal mehr Zeatin enthalten als in anderen Pflanzen. Insbesondere bei Frauen in der Pubertät und in den Wechseljahren erfreut sich Moringa einer grossen Popularität.

Claudia Reimann

Geschrieben von:

Claudia Reimann

2 Kommentare

Hinterlasse Einen Kommentar

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert (erforderlich):


*

Zurück nach oben